MUSEUM wilnsdorf
Objekt des Monats
Firth-of-Forth-BrückeFirth-of-Forth Brücke, Schottland
ein Beispiel bionischer Architektur

Gerade in der Architektur haben sich die Menschen oft von der Natur inspirieren lassen. So haben sich Architekten besonders stabile Konstruktionen aus der Natur zum Vorbild genommen, zum Beispiel menschliche Knochen, die großen Belastungen standhalten müssen, oder die Bambus-Pflanze, die, obwohl ihre Stängel so dünn sind, mehrere Meter hoch werden kann. Aber es kommt bei bionischer Architektur nicht allein auf die Stabilität an. Ihr besonderer Vorteil liegt auch in der Effizienz. Die Natur kann uns zeigen, wie material- und energiesparend gebaut werden kann, um Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen.

Lange bevor der Begriff der Bionik entstanden war, wurden solche Prinzipien in der Architektur umgesetzt: Einer der Knochen, die in der Bau-Bionik als Vorbild dienen, ist der Beckenknochen des Vogel-Strauß. Nach dessen Prinzip wurde zum Beispiel die Firth-of-Forth-Brücke entworfen. Sie verbindet seit 1890 in einer Länge von 2500 Metern die Schottischen High- und Lowlands über den Fluss Forth hinweg. Die Auslegerbrücke im Fachwerkstil ist, wie der Eiffelturm, darauf angewiesen, dass auf jedes Bauteil entweder nur Zug- oder Druckkräfte wirken. Die hohen zentralen Belastungen, die die Brücke aushalten muss, werden so bei geringem Materialaufwand gut verteilt. Bis zum heutigen Tag fahren Eisenbahnen über die altgediente Brücke.

Firth-of-Forth-Brücke


Bildquelle: Achenbach Sammlung

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