ZooGeschichte[n] - Wilde Tiere für EuropaZoologische Gärten sind auf der ganzen Welt ein Publikumsmagnet. In vielen Ländern gehört ein Zoobesuch zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen: Sechshundert Millionen Besucher jährlich registrierte die weltweite Vereinigung aller Zoos und Aquarien (WAZA) in den vergangenen Jahren. Was aber ist das Geheimnis des wilden Tieres, warum wecken Zoos ein derart großes öffentliches Interesse? Die Ausstellung zeichnet in sieben Stationen die europäische Zoo-Geschichte nach – von den Gründungen und Zielsetzungen der ersten zoologischen Gärten bis hin zu den Ansprüchen und Aufgaben heutiger Zoos.
Spektakuläre Originalobjekte und Inszenierungen lassen das Thema „Zoo“ in einer so noch nicht präsentierten Form erstrahlen. Einer der ersten Zooführer aus dem Wiener Tiergarten, das letzte 1883 verstorbene Quagga aus Amsterdam und Ausschnitte aus dem ersten Zuchtbuch für Przewalskipferde sind nur einige der gezeigten Objekte aus drei Jahrhunderten Zoogeschichte. Inszenierungen zu den Themen des Tierfangs, der Architektur und zu dem wohl berühmtesten Zoodirektor Bernhard Grzimek runden die Ausstellung ab.
Von der Menagerie zum wissenschaftlichen zoologischen Garten
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Europa von einer regelrechten Zoo-Welle erfasst: Vor dem Hintergrund eines zunehmend wissenschaftlichen Interesses wurden vielerorts Zoos gegründet, um Studien am lebenden Tier durchführen zu können.
Blick in den Zoologischen Garten London, 1835 (Quelle: Zoological Society of London)
Zoos in Westfalen
Vom altehrwürdigen münsterschen Zoo an der Promenade bis zu den Neugründungen nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Zoos in Westfalen sind beispielhaft. Sie spiegeln die Vielfalt und die gesellschaftliche Entwicklung der letzten 150 Jahre in Westfalen. 
Elefant "August" im alten münsterschen Zoo (Foto: Allwetterzoo Münster)
Berühmte Zootiere
Schon lange vor der „Knutmanie“ beherbergte nahezu jeder Zoo ein besonderes Tier, das im Fokus der Öffentlichkeit stand. Unabhängig davon, ob Zootiere für regionale oder internationale Aufmerksamkeit sorgen: Manche Zootiere haben die Magie des Besonderen und werden zum Publikumsliebling. 
Walroß "Antje" in Hagenbecks Tierpark, Hamburg (Foto: Tierpark Hagenbeck, Hamburg)
Wie kommt das wilde Tier in den Zoo? Fangmethoden und Tiertransporte
Tierfang und Tiertransporte sind eng mit der Geschichte der Zoos verbunden. Waren es früher meist diplomatische Geschenke von Herrschern, entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert ein blühendes Geschäft mit dem Handel von Tieren. Die Ausstellung gewährt Einblicke in die Methoden der Jäger, zeigt aber auch die Transportbedingungen von Zootieren. 
Fang eines Zebras (Foto: Archiv Lothar Dittrich)
Berufsfeld Zoo
Tierpfleger, Tierarzt und Zoodirektor sind bekannte Persönlichkeiten in jedem Zoo. Doch welche Ausbildung haben sie, wie gestaltet sich ihre tägliche Arbeit und wer arbeitet noch alles im Zoo? Ein Unternehmen stellt sich vor. 
"Ein Platz für Tiere" des Hessischen Rundfunks mit Bernhard Grzimek und "tierischen" Gästen (Foto: Hessischer Rundfunk, Frankfurt)
Zooarchitektur
Vom Gitterkäfig zur Freianlage, vom Graben zum Elektrogras, von Betonbau zum Landschaftsgehege: Die Zooarchitektur hat in den letzten 200 Jahren zahlreiche Umbrüche und Veränderungen erlebt. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung vom Berner Bärengraben über die gitterlosen Freianlagen Carl Hagenbecks bis hin zur Ökosystemhalle im Zoo Zürich. 
Postkarte der Löwenschlucht in Hagenbecks Tierpark, Hamburg (Quelle: Andreas Soika, Münster)
Der Zoo heute
Jeder kennt einen Zoo und seine Bewohner. Doch wie wird über die Haltung der Tiere entschieden, wie organisieren die Zoos ihre Zucht und was benötigt ein Zoo für den täglichen Betrieb? Die Zoogeschichten werfen einen Blick hinter die Kulissen des Betriebs Zoo. 
Auswilderung zoogeborener Przewalski Pferde in der Mongolei (Foto: Christian Walzer, International Takhi Group)
Öffnungszeiten
Das Museum Wilnsdorf und die Sonderausstellung „ZooGeschichte[n]“ sind vom 24. September bis 21. November 2010 - täglich, außer montags, - von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
Tageskarten für Ausstellung und Museum
Erwachsene: 4 Euro
ermäßigt: 2,50 Euro
(Schüler, Studenten, Schwerbehinderte)
Familien: 9 EUR (bis zu 4 Erwachsene und 5 Kinder)
Kinder unter 6 Jahre (nur in Begleitung Erwachsener): Eintritt frei
Gruppen ab 20 Personen pro Person Ermäßigung um 0,50 EUR
Gruppenführung: 15 Euro
Führungen sind für Klassen aus Schulen der Gemeinde Wilnsdorf
oder Kindergruppen aus Wilnsdorf frei und auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.