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Kohlezeichnung von Karl Jung-DörflerMitteilungen


Pressemitteilung vom 4. August 2017

Mit Lust und Liebe singen
Reformationsausstellung im Museum Wilnsdorf wird um den Blick auf Gesangbücher ergänzt

Was wäre die Reformation in Deutschland ohne ihre Lieder? Gesammelt und veröffentlicht wurden sie in Gesangbüchern, die im protestantischen Bereich über Jahrhunderte hinweg größere Bestseller waren als die Bibel. Der traditionsreichen Buchgattung widmet das Museum Wilnsdorf nun einen Themenblock, zur Ergänzung der aktuellen Sonderausstellung „Lebendiger Glaube“.

Mit Lust und Liebe singen, so ist die Blockausstellung überschrieben, die zuvor in Deuz zu sehen war. Sie gibt mit Texten und Bildern einen Überblick über die lange Tradition evangelischer Kirchenmusik. Gesangbücher waren zunächst nur für die Kantoren und Pfarrer gedacht, im Gottesdienst wurden die Lieder auswendig gesungen. Erst um 1700 setzte sich das Gesangbuch für jeden Haushalt und im Gottesdienst durch. In dieser Zeit entstanden die ersten offiziellen Gesangbücher für einzelne Territorien. Die Bücher wurden von Generation zu Generation weitergegeben und waren – sichtbar unter dem Arm in den Gottesdienst getragen – Bekenntnisbuch und Identitätssymbol.

Die Blockausstellung wird ab Mittwoch, den 9. August bis Sonntag, den 1. Oktober zu sehen sein. Sie beleuchtet unter anderem das Leben und Zusammenwirken des „Ur-Kantors“ Johann Walter und des Reformators Martin Luther. Ausgestellt werden außerdem viele alte und moderne Gesangbücher sowie Lebensdaten zahlreicher Liederdichter und Komponisten.

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